Das Beschlagen von Pferdehufen ist Tradition. Doch ist es auch immer sinnvoll?
Pferde haben von Natur aus kein Eisen unter den Hufen und das hat seinen tieferen Sinn. In natürlicher Umgebung laufen sich die Pferde ihre Hufe durch unterschiedliche Untergründe bei der Futtersuche und Wanderung beständig ab. Eine Korrektur durch den Menschen ist nicht erforderlich.
Da hierzulande der natürliche Bewegungsraum nicht vorhanden ist, muß der Aufenthaltsbereich des Pferdes so gestaltet werden, daß Hufe und Gelenke auf natürliche Art und Weise beansprucht werden. Die Möglichkeiten hierfür werden an anderer Stelle näher erläutert.
Seit Jahren hat Jürgen das Verfahren zur Hufbearbeitung perfektioniert. Allein schon durch seine Erfahrung mit der eigenen Pferdeherde, zur Zeit 19 Tiere, kann belegt werden, daß das Konzept in jeder Altersstufe funktioniert.
Hufe können so geschnitten werden, dass sie nicht reißen. Wenn schon Risse da sind: Rissige Hufe sollten unbedingt professionell behandelt werden. Mit Hufbearbeitung allein löst man das ursächliche Problem nicht.
Gesplitterte oder faulende Hufe können nach unserer Erfahrung nur unter Berücksichtigung der Gesamtsituation (Pferd und Umgebung) langfristig geheilt werden.
Entzündungsherde können durch spezielles Bearbeiten der Hufe, dem Einsatz einiger bewährter Mittel und in Zusammenarbeit mit kompetenten Pferdetierärzten zum Verschwinden gebracht werden.
Ihr Pferd ist kaum noch reitbar und/oder hat offensichtlich Schmerzen? - Dann sollten sie sich unbedingt beraten lassen! Das Spektrum der Ursachen ist sehr komplex und muß im Einzelfall durch eine Anamnese des gesamten Pferdes gesucht werden.
Bei kranken oder schwachen Pferden sollten Sie allein schon deshalb auf Hufeisen verzichen, weil diese das energetische Gleichgewicht Ihres Pferdes negativ beeinflussen. Solche Störungen können sogar gesunde Tiere schädigen.
In unserem Reitbetrieb und bei Wanderritten laufen die Tiere natürlich barhuf, was keinerlei negative Einflüsse auf das Reiten hat.