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Hufe ohne Eisen?

Jürgen Schmekel beim Korrigieren eines Hufes um dem Pferd eine optimale Körperhaltung zu ermöglichen.

 

 

Das Beschlagen von Pferdehufen ist Tradition. Doch ist es auch immer sinnvoll?

Pferde haben von Natur aus kein Eisen unter den Hufen und das hat seinen tieferen Sinn. In natürlicher Umgebung laufen sich die Pferde ihre Hufe durch unterschiedliche Untergründe bei der Futtersuche und Wanderung beständig ab. Eine Korrektur durch den Menschen ist nicht erforderlich. 

Da hierzulande der natürliche Bewegungsraum nicht vorhanden ist, muß der Aufenthaltsbereich des Pferdes so gestaltet werden, daß Hufe und Gelenke auf natürliche Art und Weise beansprucht werden. Die Möglichkeiten hierfür werden an anderer Stelle näher erläutert.

Seit Jahren hat Jürgen das Verfahren zur Hufbearbeitung perfektioniert. Allein schon durch seine Erfahrung mit der eigenen Pferdeherde,  zur Zeit 19 Tiere, kann belegt werden, daß das Konzept in jeder Altersstufe funktioniert.

Hufe können so geschnitten werden, dass sie nicht reißen. Wenn schon Risse da sind: Rissige Hufe sollten unbedingt professionell behandelt werden. Mit Hufbearbeitung allein löst man das ursächliche Problem nicht.

Gesplitterte oder faulende Hufe können nach unserer Erfahrung nur unter Berücksichtigung der Gesamtsituation (Pferd und Umgebung) langfristig geheilt werden.

Entzündungsherde können durch spezielles Bearbeiten der Hufe, dem Einsatz einiger bewährter Mittel und in Zusammenarbeit mit kompetenten Pferdetierärzten zum Verschwinden gebracht werden.

Ihr Pferd ist kaum noch reitbar und/oder hat offensichtlich Schmerzen? - Dann sollten sie sich unbedingt beraten lassen! Das Spektrum der Ursachen ist sehr komplex und muß im Einzelfall durch eine Anamnese des gesamten Pferdes gesucht werden.

Bei kranken oder schwachen Pferden sollten Sie allein schon deshalb auf Hufeisen verzichen, weil diese das energetische Gleichgewicht Ihres Pferdes negativ beeinflussen. Solche Störungen können sogar gesunde Tiere schädigen.

In unserem Reitbetrieb und bei Wanderritten laufen die Tiere natürlich barhuf, was keinerlei negative Einflüsse auf das Reiten hat.

Hufbearbeitungsmethoden

  • Barhuf: Die ursprünglichste Art der Hufbearbeitung ist das fachgerechte Beschneiden des Hufes. Mit dieser Methode kann man am besten auf das Pferd als Individuum eingehen und duch Nachschneiden über eine längere Zeit das Tier zur optimalen Körperhaltung bringen.
  • Metall-Beschläge: Sind dann nötig, wenn das Pferd ständig über scharfkantige Steine gehen muss oder die Hufe sich auf Asphalt schneller abnutzen würden, als sie nachwachsen können.
  • Kunststoff-Beschläge: Diese Alternative kommt "von der Stange" und die Angebotspalette ist sehr vielfältig.
  • Nageln: Die meisten Huf-Beschläge werden angenagelt. Das schädigt den Huf auf Dauer. Der natürliche Bewegungsmechanismus wird eingeschränkt. Langfristig sind enge Hufe die Folge.
  • Klebetechnik: Die "Eisen" oder der Kunststoff-Beschlag werden auf den Huf geklebt. Die Chemikalien im Kleber sind nicht ganz unbedenklich, besonders dann, wenn der Huf bereits angegriffen ist.

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